Unsere 14. Hauptsonderschau fand als Ausstellungshöhepunkt am 13. und 14. Januar 2018 in Brachstedt statt. Unter der bewährten Leitung des Ausstellungsleiters Karsten Gehrmann wurde mit einigen Mitgliedern des Brachstedter RGZV und den Giant Homerzüchtern des SV eine vorbildliche Hauptschau in „Eigenregie“ abgehalten. Ein wohltuendes familiäres Klima unter allen Züchtern ließ diese Hauptveranstaltung unseres SV zu einem wahren Höhepunkt werden. Nicht zuletzt auch durch unsere weit angereisten Zuchtfreunden aus den Niederlanden, Ungarn und Rumänien. Ein großes Dankeschön hiermit an alle Beteiligten. Mit 343 Tieren wurde zwar keine Bestmarke erreicht, aber ein doch akzeptables Ergebnis für eine Januarschau.
Ein weiterer Höhepunkt war zweifellos unsere Jungtierbesprechung mit Jahreshauptversammlung im September 2017 in Darchau an der Elbe. Unsere Zuchtfreunde um Martin Häusler hatten eine vorzügliche Veranstaltung im Norden Deutschlands auf die Beine gestellt. Der SV beteiligte sich außerdem mit Sonderschauen zur Landesschau Berlin/Brandenburg in Paaren/Glien, zur Landesschau Sachsen/Anhalt in Magdeburg, zur Landesschau Bayern in Sraubing, zur Sonderschau in Drachten (Niederlande) und zur VDT Schau in Leipzig. Die Menge und Qualität der hier gezeigten Tiere zeigt, dass die Entwicklung unserer Giant Homer weiterhin einen positiven Verlauf nimmt. Berichte dieser Schauen sind unter www.svgianthomer.de nachzulesen. Im Nachfolgenden soll nun auf die gezeigten Tiere zur Hauptschau näher eingegangen werden. Als Preisrichter fungierten die Sonderrichter Rainer Redel, Tino Henkel, Hartmut Schlechte, Arndt Trepte sowie unser ungarischer Preisrichterkollege Janos Dobstadt. Die gezeigten 73 in Blau mit schwarzen Binden überzeugten mit einer sehr hohen ausgeglichenen Qualität. Kurze, keilige Formen, sehr gute Köpfe und stark verbesserte Gefiederqualität sind bei den Blauen zu erkennen. Lockeres Nacken- und Halsgefieder, lange Rücken und spitze substanzarme Schnäbel wurden kaum gezeigt. Dank der konsequenten Bewertung im Vorjahr waren keine hängenden Augenlieder mehr zu sehen. Allerdings ist zum Teil auf strafferes Schenkelgefieder und mehr Standhöhe zu achten. Auch der geforderte mittellange keilige Hals ist noch nicht Allgemeingut. Auf grobe Warzen, die das Kopfprofil stören, ist verstärkt zu achten. Die Spitze der Züchter ist sehr zusammengerückt und es entscheiden oft nur Nuancen über Sieg und Platzierte bei diesem Farbenschlag. Unser ungarischer Preisrichter und SV-Mitglied Janos Dobstadt war neben Hartmut Schlechte bei den Blauen eingesetzt. In seiner Bewertungsarbeit kam einmal mehr die übereinstimmende Bewertung, auch über Landesgrenzen hinweg, zum Ausdruck. (V: Beuke, Kirchner, hv: 3 x ZG Römer, 3 x Sachse, je 1 x Kirchner, Plank, Pohl). Eine hervorragende Entwicklung haben die gehämmerten Zeichnungsvarianten des blauen Farbenschlages genommen. Kurze keilige Typen mit der entsprechenden Körpertiefe und stark verbesserten Köpfen konnten gefallen. 20 in Blaugehämmert hatten mit 2 x V und 1 x hv der ZG Römer würdige Vertreter als Klassensieger in ihren Reihen. Die geforderte keilige Halsführung verlangt allerdings auch eine gewisse Halslänge. Auch im Nackenabgang und den Schenkeln wünschte man sich einige Tiere anliegender im Gefieder. 15 in Blaudunkelgehämmert bestätigten den Aufwärtstrend in den gehämmerten blauen Farbenschlägen. Überwiegend kräftige Formtiere mit verbesserten Köpfen und prima anliegendem Gefieder. Auch hier sollten einige etwas mehr Halslänge zeigen. Dem mittelhohen Stand ist weiterhin Beachtung zu schenken. Einige Vertreter stehen schon etwas tief. Auch hier unterstrich einmal mehr die ZG Römer mit V und hv ihre Spitzenstellung. Immerhin 6 Braunfahle in gehämmert und bindig in teils klasse Form und Köpfen wurden gezeigt. (hv: Gehrmann). Die schwarzen Giant‘s haben ihre Talsohle durchschritten. 22 Tiere überraschten mit einigen überragenden Spitzentieren. Nach wie vor sollte der Großteil kürzer und farblich intensiver werden. Zeichnungen dürfen nicht erkennbar sein und mit reichlich blauem Gefiederanflug kommt man nicht in höhere Regionen. Mitunter waren die Schnabelwarzen schon an der Größengrenze. (V: Rickmann, hv 2 x Sachse) Nur eine dunfarbige Täubin von Rickmann konnte besonders in Form und Kopf gefallen. Die 3 Roten und 11 Gelben haben noch nicht wieder die Güte vergangener Jahre erreicht. Irgendwie will es nicht so recht vorwärts gehen. Lange Tiere, hängende Schwingen, fehlende Brustfülle und Wünsche in den Köpfen ließen nicht so recht Freude aufkommen. 18 größtenteils kräftige Dominate in Rot und Gelb haben etwas mit der Rückenlänge und rauen Halsgefieder zu kämpfen. Den dominant Gelben wünschte man in der Summe substanzvollere, kürzere und besser gerundete Köpfe. Auch die Schwingenlage gilt es zu verbessern. Der Rücken müssen abgedeckt sein. (hv: Jöhren). 24 Rotfahlgehämmerte und Rotfahldunkelgehämmerte sowie 14 Rotfahle mit Binden in einer ordentlichen Qualität unterstreichen die Beliebtheit dieser Farbenschläge. Überwiegend die geforderte keilige Formen, die richtige Standhöhe und ansprechende Köpfe wurden gezeigt. Die Schwingenlage und die Schwanzlänge gilt es zu beachten.

Auch auf gefülltere Warzenrücken ist verstärkt zu achten. Bei den Fahlen allgemein ist die reine Schildfarbe noch nicht Allgemeingut. Auf eine korrekte eindeutig zuordenbare Schildzeichnung bei den gehämmerten ist in Zukunft mehr zu achten. (je 1 x hv: Schliwka, A. Trepte). Bei den 10 Gelbfahle und 4 Gelbfahlgehämmerten stimmte bei fast allen Vertretern Form, Haltung, Farbe und Augen. Probleme bereitet mitunter die fehlende Schnabelsubstanz, raue Warzen und die Schwingenlage. (hv: M. Trepte). Von den 12 gemeldeten Andalusierfarbigen blieben leider 5 Käfige leer. Die besten Tiere der Kollektion mit 95 Punkten zeigten die Züchter. Hallasch und Önodi (HU). Zwei feine Vertreter in aschfahl zeigte unser Jungzüchter Jöhren. Die 17 Indigo in bindig, gehämmerte und dunkelgehämmert haben sich prächtig entwickelt. Kräftige keilige Typen mit stark verbesserten Köpfen und glattem anliegendem Gefieder wurden gezeigt. Auch hier ist die Schwingenlage weiter zu beachten. Ähnlich wie bei den Gehämmerten in Blau hat in diesen Farbenschlägen die ZG Römer Pionierarbeit geleistet. Es unterstreicht einmal mehr, dass die Spezialisierung auf wenige Farben letztendlich Balsam für den entsprechenden Farbenschlag und nicht zuletzt für den Züchter selbst ist. Die Qualitätssteigerung dieser Farbenschläge in den letzten Jahren ist beeindruckend. (2 x V und 2 x hv ZG Römer) Immerhin 39 Weiße bestätigen die Beliebtheit dieses Farbenschlages. Und nach der teils enttäuschenden Vorstellung von Leipzig, wurden hier wieder recht ordentliche Vertreter gezeigt. Kürzere Rücken und Schwanzpartien und gefülltere Kopfprofile im Bereich des Warzenrückens sind die Hauptangriffspunkte. (V: Eschig, hv: Schulz) Eine positive Überraschung waren die 7 getigerten und 8 gescheckten Vertreter in verschiedenen Farbenschlägen. Fast alle zeigten die typischen keiligen kurzen Formen mit der nötigen Körpertiefe. Teilweise etwas waagerechter in der Körperhaltung und höher im Stand wurde in der Wunschspalte vermerkt. Eine super Kollektion zeigte Pohl mit den Blaugetigerten. Hut ab vor dieser Kollektion. Eine Jungtäubin wurde neben V noch als beste Jungtäubin der Schau als Champion geehrt. 16 Blauschimmel mit Binden in einer Qualitätsbreite wie wir sie noch nicht hatten. Kräftige kurze Formen, substanzvolle Köpfe und meist gut gedeckte Rücken. Auch die Körpertiefe stimmte. Form, Haltung und Gesichtslänge bereiten kaum Probleme. Auch im Nackenabgang, ein Kritikpunkt vergangener Jahre bei den Schimmel, waren Fortschritte unverkennbar. Den Sieger stellte Plank mit V, dicht gefolgt mit hv von Benyei HU, und Beuke. In der AOC Klasse bestach von Weckwerth ein prima 1,0 in Dunkel Tigerscheck und wurde verdient mit hv belohnt. Eine sehr feine Kollektion zeigten auch die 8 Vielfarbigen. Ein Prachtexemplar von Krüger erhielt V. Nur 2 Tiere kamen nicht auf sg. Schade, dass diese Qualität zur Vorstellung nicht nach Leipzig in die Käfige kam. Beachtenswert noch eine kräftige typvolle braungetigerte 0,1 in Form und Kopfpunkten von unserem ungarischen Zuchtfeund Czeigersmidt die verdient hv errang.


Die vier Champion der Hauptschau errangen folgende Züchter: 1,0 jung: blaugehämmert, ZG Patrick und Reinhard Römer, 1,0 alt: blaudunkelgehämmert, ZG Patrick und Reinhard Römer 0,1 jung: blau mit Binden-getigert, Markus Pohl, 0,1 alt: schwarz, Mathias Rickmann Herzlichen Glückwunsch!


Die gezeigte Qualität unserer Giant Homer zeigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind. Alles in allem eine sehr gelungene harmonische Veranstaltung in einem prima Umfeld. Wir kommen gern wieder nach Brachstedt. 

In der kommenden Saison sind wieder Sonderschauen bzw. Tierbesprechungen geplant. Die diesjährige Jahreshauptversammlung mit angeschlossener Jungtierbesprechung findet erstmals bei unseren niederländischen Zuchtfreunden vom 5. bis 7. Oktober in Leeuwarden /NL statt. Sonderschauen finden zur Landesrassegeflügelschau Berlin/Brandenburg in Paaren im Glien vom 17. und 18. November, zur Landesverbandsschau Sachsen-Anhalt in Magdeburg vom 30.11 – 02.12. sowie zur 100. Nationalen Bundessiegerschau in Leipzig vom 07. bis 09. Dezember statt. Die 15. Hauptsonderschau unseres SV führt uns in dieser Zuchtsaison vom 15. und 16. Dezember nach Halle / Sachsen/Anhalt. Des Weiteren ist eine Sonderschau anlässlich der Europaschau in Herning in Dänemark vom 9. bis 11. November geplant.

Alle Freunde der Giant Homer sind zu diesen Höhepunkten herzlich eingeladen.


Arndt Trepte
1. Zuchtwart